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Safewort ist doch wichtig, oder?

Safewort ist doch wichtig, oder?

“Aua”, “Zugabe” und “Mehr!” eignen sich nur bedingt bis gar nicht als Safewort in einer BDSM-Session. Dennoch halte ich es für immens wichtig. Denn zwischen “Grenzen austesten” und “Grenzen ohne Consensus zu überschreiten” ist es ein gefährlicher Grad. Und das nicht nur für Anfänger auf diesem Gebiet. Schon viele BDSM-Beziehungen sind dabei kaputt gegangen und waren nicht mehr zu retten. Reden hilft. Vorher, wie nachher. Denn sind die Grenzen und Tabus erstmal hin, schwindet das Vertrauen schlagartig und kann nachhaltige Traumatas hervorrufen. OK, das kann von Beziehung zu Beziehung anders sein, im Großen und Ganzen darf man jedoch davon ausgehen. Damit meine ich nicht nur die Schmerzgrenze, welche ohnehin ein dehnbarer Begriff ist. Ich meine auch z. B. Aufgabenerfüllungen, die weit über das hinausgeht, was sich jemand unter “seinem” BDSM vorstellen mag. Auch hier finde ich es wichtig ein Safewort anzuwenden, wenn es nun einfach über die eigene Vorstellungskraft hinausgeht. Oft lese ich bei Twitter, dass es Subs m/w, gibt, die zwar BDSM mögen, jedoch mit allen möglichen Einschränkungen aufgrund ziemlich schlechten vorhergegangenen Erfahrungen. Das hemmt natürlich einen DOM, der dann noch vorsichtiger und behutsamer vorgehen muss, als er es ohnehin tun sollte. Natürlich halte ich lange Gespräche über beiderseitige Vorlieben, Kinks und Nogo´s für sehr wichtig um überhaupt auf einen Nenner zu kommen. Phantasien nicht nur zu träumen, sondern sie auch in Worte fassen kann sehr hilfreich sein.

In einer meiner Umfragen: “Motto, ich will´s wissen und lernen!” hatte ich gefragt wie wichtig ist Euch das Safewort. Dabei kam heraus, dass es nur ein Bruchteil war, die angaben es überhaupt nicht zu brauchen. OK, auch das ist möglich, dann müssen die Voraussetzungen dazu nahezu perfekt sein. Die meisten gaben an, es unbedingt im Kopf zu haben und es bei Bedarf eben auch auszusprechen. Und das finde ich nicht nur mutig, sondern äußerst sinnvoll und bemerkenswert.

Auch ich habe ein Safewort. Dieses wende ich übrigens auch als DOM an, wenn mir der plötzliche Wunsch eines/r Sub doch zu weit geht. Dann muss vorher darüber gesprochen werden, nach einen Abbruch einer Session sowieso.
Meine kleine Gedanken hierzu….

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Masochistisch und devot?

Masochistisch und devot?

Ich kann von mir behaupten, dass ich im normalen Alltagsleben nicht devot sein kann und es eigentlich auch nicht bin. Besonders im Beruf sollte ich eine devote Art vermeiden, da ich in einer Position arbeite, in welcher Devotheit völlig fehl am Platze wäre. Ich habe mir lange Gedanken dazu gemacht und habe mich auch mit jemanden darüber unterhalten. Hier ein herzliches Dankeschön an @CarinA_Autorin (Twitter),die mir hierzu eigene Gedanken mitgeteilt hat – auch meine Person betreffend. Tja, ich bin nicht devot, ich bin lediglich ein Masochist, der Devotsein benutzt um das zu bekommen, was ich mir wünsche. Doch wie steht es damit etwas genauer? Nun, ich kann mir nicht vorstellen 24/7/365 devot zu sein, es würde mich unsägliche Anstrengung kosten, etwas vorzugeben was ich nicht bin. In einer BDSM Session, in der es nicht unbedingt nur darum geht mir Lustschmerzen zu verpassen, ist es tatsächlich vonnöten eine gewisse Devotheit zu haben. Ein Top, der vielleicht eine sadistische Ader hat, hat nicht nur diese. Er/Sie hat genauso Wünsche, Vorstellungen und Kinks, die er/sie erfüllt haben möchte und zwar vom Sub. Ich habe eine devote Ader, wenngleich nicht sehr ausgeprägt. Und diese kann ich zeitlich begrenzt auch ausleben. Um beide Seiten zu befriedigen. In welcher Art auch immer. Ein Sub, der Dom die Füße küssen oder lecken soll, weil Dom das gerne hätte, sollte schon eine gehörige Portion Devotheit mitbringen. Mal abgesehen von mir, da ich Fußfetischist bin. (Siehe Beitrag dort).
Also devot sein ja, bei mir jedoch zeitlich begrenzt.

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