Der Stalker

Und so entschloss ich mich dazu, an meine Follower, meine Mitlesende und nicht zuletzt an den Absender dieses Briefes in meinem Account heranzutreten. Ich machte mein Erlebtes öffentlich, gepaart mit einer persönlichen Botschaft an den Absender. Dabei sagte ich klar: "Ich bin nicht ihr Opfer!"

Bisher hatte ich hier auf Twitter fast ausnahmslos gute und bereichernde Erfahrungen sammeln können. Bis zu dem Moment vor einigen Tagen, als mir mein Vater einen anonymen Brief zeigte, den er zugeschickt bekam. Darin waren ein paar Kopien einiger meiner sexuell orientierten Inhalte zusammengetragen.

Nun ist mein Vater eine herzensgute und gebildete Person, der mit den Menschen umzugehen und diese meist richtig einzuschätzen weiß. Er bedeutete diesem Schreiben keine weitere Aufmerksamkeit bei. Was habe ich nur für einen tollen Vater, sei hier einmal erwähnt!

Ich persönlich ließ diese Situation erst einmal auf mich wirken. Ich muss dazu sagen, dass ich schon einmal einen Stalker hatte und mir ein solches Verhalten nicht unbekannt ist dadurch. Ich möchte den Absender dieses Briefes nicht einen Stalker nennen. Verunglimpfung und Belästigung sind jedoch unter anderem Zeichen eines Stalkings und Strafbestände.

Und so entschloss ich mich dazu, an meine Follower, meine Mitlesende und nicht zuletzt an den Absender dieses Briefes in meinem Account heranzutreten. Ich machte mein Erlebtes öffentlich, gepaart mit einer persönlichen Botschaft an den Absender. Dabei sagte ich klar: “Ich bin nicht ihr Opfer!”

Warum schreibe ich euch dies?

Vielen Menschen passieren tagtäglich ähnliche Situationen. Andere Menschen überschreiten Grenzen und nähern sich ihnen in unangebrachter, ja sogar strafrechtlich relevanter Weise. In solch einer Situation gibt es meines Erachtens nur zwei Möglichkeiten zu reagieren:

  1. Ich verhalte mich still und warte ab, ertrage derweil weitere Übergriffe, um zu sehen, wie sich alles entwickelt.
  2. Ich erhebe meine Stimme und melde mich zu Wort und benenne den klaren Sachverhalt. Keine Beleidigung, kein Schimpfen, einfach den gegebenen Sachverhalt festhalten.

Ich äußere an dieser Stelle meine ganz persönliche Meinung, die bitte niemanden unter Zugzwang setzen soll. Auch möchte ich damit keinem Menschen zu nahe treten oder verletzend sein. Ich spreche von meiner Wahrnehmung, die mir sagt, dass an diesem Punkt jeder folgende Entscheidung treffen muss:

Werde ich zum Opfer?

Oder werde ich nicht zum Opfer?

Jeder soll dies für sich passend entscheiden. Ich sagte mir, ich bin kein Opfer! Und entschloss mich dazu, das Erlebte öffentlich zu posten. Einerseits, um dem Absender des Briefes eine Grenze aufzuzeigen, andererseits um betroffenen Menschen Mut zu machen. Mut, seine eigenen Träume zu verwirklichen und sich nicht von irgendwelchen Leuten darin beeinflussen zu lassen.

Die Frage ist immer, ob Ihr diese Macht, über euer Leben zu bestimmen, unbewusst abgeben wollt. Oder ob ihr die Kontrolle über euer kostbares Leben behalten wollt.

Es geht um die Frage aus der Tiefenpsychologie und der Soziologie, inwieweit ihr euer eigenes Leben von den Erwartungen und Verhaltensweisen anderer abhängig machen wollt. Wenn ihr zu sehr bei den anderen seid, lauft ihr Gefahr, euch selbst zu verlieren. Ihr lebt schlussfolgernd euer Leben für andere Menschen, nur um deren Erwartungen zu erfüllen.

Dem Postboten, der nicht die Absender eurer Pakete sehen soll..

Der Nachbarin, die euren Besuch nicht sehen soll..

Der Stalker, der euer Leben nicht zerstören soll, weswegen ihr euch unauffällig verhaltet und in Deckung geht.

Einige von euch haben vielleicht schon mitbekommen, dass ich eine Sternchenmama bin. Ich musste mein unheilbar krank geborenes Kind vor einiger Zeit zu Grabe tragen. Ein solch schmerzhafter Verlust ist in keine Worte zu fassen. Doch er löst in einem viele Denkprozesse und Entwicklungen aus. Du erkennst auf einmal ganz klar, dass das Leben jederzeit zu Ende gehen kann und wir die verbliebene Zeit sinnvoll nutzen sollten.

Habt ihr noch nicht gelebte offene Träume?

Träume, die euch in der Nacht heimsuchen und still und leise auf deren Erfüllung warten?

Ein solch heftiger Todesfall öffnet dir schlagartig die Augen, was in deinem Leben schief läuft, mit welchen Halbwahrheiten du dich zufrieden gibst, was du ein Leben lang sehntest, egal ob bewusst oder unbewusst. Nach dieser bedeutsamen Innenschau deiner selbst bist du ein anderer Mensch geworden. So war es zumindest bei mir.

Ich spürte wieder meine Destination Schreiben und setzte einige Dinge in Gang. Wenn ich es nicht jetzt umsetze, meinen Traum vom Leben, wann denn dann bitteschön?

“Das mache ich morgen!” Wie oft sagen oder hören wir diesen Satz.

Wisst ihr denn, was morgen ist? Ob ihr gesund bleibt, in Arbeit und in Partnerschaft?

Wenn mich eines der Tod meiner Kleinen lehrte, dann das, dass Leben nie gänzlich vorhersehbar ist. Und wir dieses kostbare Geschenk Leben vollkommen genießen sollten. Verschiebt keine Vorhaben auf morgen, lebt im Hier und Jetzt, eure Träume und eure Fasson als Gradmesser!

Kommen wir noch einmal abschließend zu dem Menschen, der diese anonyme Post verschickte. Solche Menschen sind tiefenpsychologisch gesehen meist zutiefst unglückliche Menschen, die in ihrem Leben klein gehalten werden und äußerst unzufrieden sind. Sie haben dadurch das Verlangen, in das Leben anderer Menschen einzugreifen, um dadurch Macht zu spüren und sich nicht mehr so unwichtig zu fühlen. Sie erkennen dabei nicht immer, dass sie soeben eine Straftat begehen könnten. Oder sie spielen mit dem Risiko und wähnen sich sicher in der Anonymität.

Spätestens da sollte jeder mittlerweile wissen, dass wir uns lange nicht so unerkannt im Netz bewegen, wie wir denken. Auch Täter werden gesehen, oft auch noch Jahre danach. Auch Täter haben Beruf, Familie, Ehefrauen, Partnerinnen und ein soziales Umfeld. Auch sie sollten sich jederzeit überlegen, ob sie weiterhin diesen unrechten Weg beschreiten sollten…

Eure Julia

Bild von Shutterbug75 auf Pixabay

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