lovefeet1973

BDSM Modelle: SSC, RACK, PRICK, CIS & DEBRIS by www.bdsm-world.net

Wenn du dich mit BDSM auseinandersetzt, hast du sicherlich bereits mindestens einen dieser Begriffe gelesen oder gehört. Die kryptischen BDSM Akronyme stellen jeweils verschiedene Modelle dar, nach denen BDSM gelebt werden kann. SSC (Safe, Sane and Consensual, zu Deutsch: Sicher, mit gesundem Menschenverstand und einvernehmlich) ist eins der bekanntesten Akronyme. Die anderen drücken auf ähnliche…

BDSM Modelle: SSC, RACK, PRICK, CIS & DEBRIS

Aufrufe: 119

Posted by lovefeet1973 in Reblogs von anderen Bloggern., 0 comments
Erwartungen treffen auf realen BDSM by @eisbaer_ka

Erwartungen treffen auf realen BDSM by @eisbaer_ka

Darf Sub Wünsche und Bedürfnisse äußern? Oder widerspricht das in sich schon der Rolle als Sub? Muss man als Sub also willen- und wunschlos sein? Oder zumindest den Willen und die Wünsche nicht äußern, sondern sich komplett dem dominanten Part unterwerfen? „Aber wenn ich dir meine Wünsche und Fantasien sage, bin ich da nicht so […]

Erwartungen treffen auf realen BDSM

Aufrufe: 133

Posted by lovefeet1973 in Reblogs von anderen Bloggern., 0 comments

Devote und dominante Sexstellungen by @eisbaer_ka

Gibt es so etwas wie dominante und devote Sexstellungen überhaupt? Ja und nein würde ich sagen. Es gibt ganz sicher Stellungen, die von vielen als eher unterwürfig und als eher dominant empfunden werden. Es gibt ganz sicher Sexstellungen, die die devote oder die dominante Seite unterstreichen oder verstärken. Bei einigen Sexstellungen scheint es eher so, […]

Devote und dominante Sexstellungen

Aufrufe: 130

Posted by lovefeet1973 in Reblogs von anderen Bloggern., 0 comments
Ich lade Dich ein. Schreib mal wieder. by freric1973

Ich lade Dich ein. Schreib mal wieder. by freric1973

Ich lade Dich ein. Wenn Du Gedanken hast, die Dir schon lange auf der Seele liegen, Du aber keine Möglichkeit eines eigenen Blogs oder Webseite hast um sie niederzuschreiben, lade ich Dich ein sie auf dieser Seite, unter Deinem Namen als Autor und Urheber, zu veröffentlichen. Anders, als es diese Seite vermuten lässt, schreibe ich nicht nur über BDSM und seinen Facetten, sondern auch über alle möglichen Themen, die mich bewegen und interessieren. Mein Angebot an Dich ist kostenfrei, Du gehst keinerlei Verpflichtungen ein. Nur Themen aus POLITIK, SPORT und RELIGION werden auf meiner Seite komplett ausgeklammert. Hassrede ebenfalls. Bedenke bitte auch, dass Artikel aus dem Netz einem Urheberrecht unterliegen und nicht verwendet werden dürfen. Zu meiner Sicherheit muss ich jeden Artikel einer Plagiatsprüfung unterziehen, damit auch ich als Seitenbetreiber geschützt bin. Ansonsten stehe ich gerne zur Verfügung, wenn Du weitere Fragen haben solltest. Ich freue mich über Beiträge, die das Leben beschreibt, Gedanken ausführen oder einfach der Fantasie entsprungen sind. Natürlich kannst Du auch über DEIN BDSM schreiben, so wie Du es siehst, Dir wünschst oder wie Du es lebst.

Also, mein Angebot an Dich steht. Wenn Du Interesse daran hast, schreib mir einen Kommentar oder kontaktiere mich auf Twitter @freric1973.

In diesem Sinne

fühl Dich eingeladen

Herzlichst

Freric

Aufrufe: 99

Posted by lovefeet1973 in Allgemein, 0 comments
BDSM-Spielzeug-Dienstag – Flogger by @MargauxNavara

BDSM-Spielzeug-Dienstag – Flogger by @MargauxNavara

Folgender Beitrag stammt nicht von mir, sondern mit freundlicher Genehmigung von

@MargauxNavara über https://margauxnavara.com/

Herzlichen Dank!

Manche Shops sortieren die Flogger unter Peitschen ein, andere nicht. Tja, es ist wie mit so vielem bei BDSM: Man hat zwar Worte, die etwas beschreiben, aber nicht immer meint man das Gleiche. Vor allem, weil es so viele Varianten gibt.
Das hier ist für mich ein Flogger.
Manche machen den Unterschied fest an der Intensität oder dem Schmerz. Ein Flogger kann streicheln, eine Peitsche nicht. Ein Flogger kann aber auch ganz mächtig wehtun, je nachdem, welche Schnüre er hat, und vor allem abhängig davon, wie die Schnüre ausgebildet sind.
Je schwerer die Schnüre, desto schmerzhafter, könnte man als Faustregel sagen. Was auch nicht ganz stimmt. Ganz dünne Gummischnüre können verdammt schmerzhaft sein. Na ja, dicke noch mehr.
Bei Leder sind die Schnüre oft anfangs hart, werden aber mit längerem Gebrauch weicher, das ist dann zarter.
Dann gibt es welche mit Knoten an den Enden, die genauso so wehtun, wie sie aussehen.
Bei Floggern kann ich wirklich nur empfehlen, dass man langsam damit anfängt, oder aber dass der Dom das auch mal an sich selbst testet.
Abgesehen von der Schlagkraft spielen aber noch einige andere Dinge eine Rolle: Jede Sub empfindet den Schmerz anders, und zwar auch je nach Tag (mit Absicht sage ich Tag: Frauen haben so große Hormonschwankungen im Zyklus, dass auch das Empfinden von Schmerzen dadurch ganz unterschiedlich sein kann). Was also an einem Tag noch erträglich oder lustvoll war,  ist vielleicht am anderen schon viel zu viel.
Wie immer gilt hier, dass man entweder ein Safeword vereinbaren (und auch nutzen!) sollte, oder aber der Dom seine Verantwortung sehr ernst nimmt und immer wieder das Befinden kontrolliert. Wir wollen ja nicht prügeln, sondern Lust aus dem Ganzen gewinnen, oder?
Und dann kommt es auch noch auf die Stellen an, die man damit bearbeitet. Wie wohl jeder weiß, ist der Hintern nicht nur groß genug dafür, sondern auch aufgrund seiner Speckschicht (oder Muskulatur, je nach Bauart) geeignet, so manches zu ertragen. Das gilt nur für wenige andere Stellen am Körper. Dass man die Nieren bitte nicht treffen sollte, hat sich sicher auch schon herumgesprochen. Ober- und Unterschenkel, Schultern und Rücken, Oberarme, Brüste (eingeschränkt) sind die üblichen Ziele. Wer acht gibt, kann auch zwischen die Beine schlagen, aber dann bitte mit Verstand. Hier kann schon ein einzelner Treffer direkt auf die Klit eine Frau aus dem Spiel reißen, eine andere braucht es.
Mein Mann hat sich langsam an alles herangetastet, und dafür bin ich ihm sehr, sehr dankbar. Wie gesagt geht es ja nicht darum, sich verprügeln zu lassen. Und Lust ist eben in einem bestimmten Bereich möglich, der bei jedem unterschiedlich ist. Man sollte sich da vor allem nicht von Videos beeinflussen lassen, bei denen oft Menschen agieren, die schon Hornhaut auf dem Arsch haben oder extreme Masochisten sind oder gar das Ganze nur für Geld hinnehmen, ohne überhaupt etwas Positives dabei zu empfinden. Das ist nicht das, was wir erreichen wollen.
Wird der Flogger richtig eingesetzt, kann man das stundenlang ertragen, wobei sich das Empfinden (ähnlich einem Spanking) ständig verstärkt und ändert. Ich war schon im Subspace dabei, einige Male nah dran, was auch wieder die Gefahr birgt, dass ich nicht mehr entscheiden kann, ob es nun schon zu viel ist oder nicht. Das erfordert aber Geduld, Vertrauen, sozusagen den richtigen Zeitpunkt oder Ort und vor allem das richtige Mindset, also die Möglichkeit, sich ganz fallen zu lassen.
Dann ist ein Flogger immer noch schmerzhaft, aber eben mit gutem Schmerz, einem Vorläufer der Lust, der alles Fühlen intensiviert.
Bitte sag mir doch in einem Kommentar, ob es dir mit einem Flogger auch so geht und welche Art von Flogger du besonders gerne magst, damit wir ein paar Erfahrungen sammeln, an denen Anfänger sich orientieren können.


Rolf aus Eine Affäre in Berlin ist ein Meister darin, den Flogger zu schwingen, wie ihr hier lesen könnt:

Er ließ seine Hände über sie gleiten, prüfte alle Seile, fragte Sophie nach ihrem Befinden, küsste sie und drehte sich dann um zu der Tasche, die er schon vorher hier abgestellt hatte. Als er sich ihr wieder zuwandte, hielt er den Flogger in der Hand.
„Der Flogger, liebe Sophie, ist ein perfides Instrument. Er kann alles von zartem Streicheln bis zu bösen Striemen, er kann Schmerz und Lust und Freude und Pein verursachen. Es kommt nur darauf an, was man damit macht. Und wo man ihn einsetzt. Und wie lange man ihn verwendet. Ich werde dir ein wenig von dem zeigen, was man mit diesem Ding anfangen kann. Ich werde nicht auf Betteln und Flehen reagieren, ich werde selber entscheiden, was du ertragen kannst, und wie lange du es ertragen kannst.
Ich weiß, ich verlange viel von dir, aber wenn du dich zurückerinnerst, weißt du, dass ich dich zwar über deine Grenzen hinaus getrieben habe, aber nur um dir zu beweisen, dass deine Grenzen viel weiter gesteckt sind, als du glaubst. Du kannst also schreien, flehen, weinen, fluchen oder was auch immer, ich werde mich davon nicht beeinflussen lassen. Und es wird auch niemand hören und dir zu Hilfe kommen, das kann ich dir versichern. Mein Grundstück ist so groß, dass niemand dich sehen oder hören kann. So, nun küss mich und dann geht es los!“
Was sollte sie hierzu wohl sagen? Am besten gar nichts. Es war ja bereits entschieden. Rolf hatte für sie entschieden, wie es seine Art war, und sie hatte sich ihm überlassen – wieder einmal. Der Kuss war wunderbar. Er war zärtlich, innig, intensivierte sich, bis sie in seinen Mund stöhnte und keuchte, als er endlich die Lippen von ihren nahm. Sie hatten sich selten geküsst, fiel ihr auf. Nun, es war sicherlich gut so gewesen, da sie ja keine Liebe verband, sondern nur ein Verhältnis. Aber dieser Kuss war beinahe der Kuss von Verliebten, nicht unbedingt ein Kuss, den ein Fremder einer Frau geben würde, die ihn morgen verlassen würde.
Die Berührung der Lederstränge brachte sie auf andere Gedanken. Er streichelte sie damit, ließ die Stränge über ihren ganzen Körper fließen, ließ sie über ihre Nippel gleiten und um ihren Hals.
Jetzt wusste Sophie, warum sie ihre Haare feststecken sollte. Die Riemen durften sich nicht darin verfangen. Rolf umrundete sie immer wieder und auch wenn Sophie versuchte, sich auf den ersten Schlag vorzubereiten, traf es sie doch unerwartet.
Er traf ihre rechte Brust und einer der Lederstränge hatte genau ihren Nippel erwischt. Sophie japste, da die Berührung einem Nadelstich gleichkam. Die linke Brust wurde genauso behandelt.
Und dann unterschied sie nicht mehr zwischen einzelnen Schlägen. Die Stränge rotierten an dem Griff und trafen immer wieder, er zielte nur auf ihre Brüste und hier vor allem auf die Nippel. Ihr Busen rötete sich immer mehr, die harten Knöpfe schwollen an, ebenso wie die prall gespannten Kugeln. Das Seil schien sich zusammenzuziehen, doch waren es nur ihre Brüste, die sich ausdehnten.
Sophie biss die Zähne zusammen, aber sie konnte ein Wimmern nicht unterdrücken, das sich herausstahl. Dann stöhnte sie, immer lauter, bis sie endlich den Mund öffnete und ihren Schmerz über das Dach und den Garten schrie. Es tat weh, richtig weh. Der Aufprall der einzelnen Stränge fühlte sich an wie Nadelstiche in einer offenen Wunde.
Endlich hörte er auf. Er trat ganz nah vor Sophie hin, bis ihre Brustwarzen sich bei jedem schluchzenden Atemzug an seinem Hemd rieben. Er wischte mit einer Hand ihre Tränen aus dem Gesicht, dann nahm er ein Taschentuch und putzte ihr wie einem kleinen Kind die Nase.
Sie beruhigte sich unter seiner Behandlung wieder, drückte sich sogar an ihn in dem Bedürfnis, Körperkontakt herzustellen, aber er trat wieder zurück.
„Das hast du sehr gut gemacht, Süßes. Nun wollen wir weitermachen.“

Aufrufe: 106

Posted by lovefeet1973 in Reblogs von anderen Bloggern., 0 comments

Fuß-Fetisch – ein Interview mit einem Mann, der Füße mag by @MargauxNavara

Folgender Beitrag stammt nicht von mir, sondern mit freundlicher Genehmigung von

@MargauxNavara über https://margauxnavara.com/

Herzlichen Dank!

Hallo Bar-Fuß-Tom,

ich freue mich sehr, dass du mir bei einem Thema hilfst, das bisher auf meinem Blog noch so gar nicht vertreten war. Ich schätze, das liegt nicht nur daran, dass ich selbst diesen Fetisch nicht habe, sondern vor allem daran, dass er vorwiegend bei Männern vertreten ist.

Es geht um den Fuß-Fetisch.

Siehst du das auch so, dass das eine Männersache ist?

Liebe Margaux, das kann ich als Mann natürlich nur etwas einseitig beantworten: Ich denke es gibt auf jeden Fall mehr Männer, die Füße erotisch/erotisierend finden, als Frauen. Das mag auch daran liegen, dass Frauenfüße zierlicher und in den meisten Fällen auch besser gepflegt sind.

Ich denke allerdings, in etwas abgeschwächter Form, als Fuß-Erotik kann es durchaus auch Frauensache sein: z.B. jetzt im Sommer als gegenseitiges „Füßeln“ an einem Tisch im Außenbereich eines Restaurants. Und viele Frauen lenken da ja durch besondere Fuß-Pflege, Lack, ein Schuhmodell mit „Peep Toe“, einen hohen Absatz, dementsprechenden Gang, wohl nicht ganz ungewollt auch unseren Blick hin.

 

Nun ja, wenn ich mir die Zehen lackiere, denke ich daran, dass es insgesamt ein schönes Bild ergeben soll, nicht daran, dass ein Mann sich daran aufgeilt. Macht es dich trotzdem an, einer fremden Frau auf die Füße zu schauen? Auch, wenn sie das für sich macht?

Du hast recht, es hat etwas Voyeuristisches, der Frau auf ihre Füße und ihre Schuhe zu schauen. Ja, das macht mich an, wenn es ein stimmiges Bild aus gepflegten Füßen und hübschen Schuhen ist. Ich denke aber, viele Frauen haben gar nicht auf dem Schirm, dass DORT ein Mann hauptsächlich hinschaut. Ich bin mal vor Jahren einer Frau eine zeitlang nachgelaufen, weil sie wunderschöne nackte Füße hatte und Holzpantoletten, die vom Look und den Geräuschen ein Fetisch-Traum war. Irgendwann hat sie mich bemerkt, sich umgedreht und meinte: „Glotz mir nicht auf den Hintern!“

 

Was fasziniert dich so an Füßen und was nicht?

Auf diese Frage könnte ich vermutlich einen Roman schreiben, aber das überlasse ich lieber Dir!
Es sind sowohl meine eigenen Füße, wenn ich ohne Strümpfe bin als auch die einer Frau/Partnerin, die mich mehr spüren lassen und mich sehr faszinieren. Vielleicht kommt es u.a. daher, dass dieses Körperteil oft verhüllt (beschuht, bestrumpft) wird, ihm weniger Beachtung geschenkt wird und es spannend ist, dieses zu entdecken. Gleichzeitig enden in unseren Füßen ja auch die Nerven zahlreicher Organe, sodass man mit Berührung/ Stimulation an den entsprechenden Stellen beim Partner*in etwas auslösen kann. Als dritter Aspekt fällt mir das Zehen-Dekolleté ein, das z.B. in vorne kurz geschnittenen und barfuß getragenen Ballerinas gut zu erkennen ist. Gegenüber dem weiblichen Dekolleté weiter oben eine Vervielfachung der Zwischenräume/Ansätze. Dann kommen noch unmittelbar sexuelle Reize dazu, also sich einseitig oder auch gegenseitig mit den Füßen zu berühren, sowohl im Intimbereich (als Vorspiel oder in Form des sog. Footjob/Shoejob) als auch am ganzen Körper.

Nach meinem Eindruck ist der Fuß-Fetisch u.a. so vielschichtig und nicht so einfach zu beschreiben, weil er sehr stark individuell geprägt ist: was für den einen sehr erregend sein kann (käsiger Geruch der Füße nach x Tagen Tragen eines Paar Socken, Crushing (Zertreten) z.B. von Nahrungsmitteln, Gipsfuß) ist für den anderen eklig: ich kann mit den eben genannten drei Elementen z.B. nichts anfangen.

 

Dein Name Bar-Fuß-Tom weist aber auch auf einen anderen Aspekt hin, nicht wahr?

Barfüßigkeit hat für mich persönlich neben dem Mehr-Spüren, der Fuß-Erotik auch eine submissive, leicht devote Komponente: Ich finde, dass komplette Nacktheit Barfuß-Sein voraussetzt, umgekehrt aber Angezogen-Sein und barfuß etwas – im Positiven – Erniedrigendes bzw. Erregendes hat. Jeden Schritt zu spüren, verletzlich zu sein, macht das für mich zu einer FemDom Spielart, die insbesondere die Sehnsucht nach einem 24/7/365 Barfuß-Sein über die Jahre in mir ausgelöst hat. Der Alltag, insbesondere der (männliche) berufliche Dresscode setzt da gewisse Grenzen, aber ich bleibe dran…

 

Wie waren deine Anfänge? Ging es dir so wie vielen in der Szene – ich bin der Einzige, der so etwas will, ich bin pervers usw.?

Die „ersten Male“ waren wie ganz allgemein wohl auch eher durchwachsen. Erschwerend sind nach meiner Erfahrung drei Faktoren: Wenn man auf eine Partnerin trifft, die ihre Füße aus welchem Grund auch immer nicht als schön empfindet (nicht selten der Fall): dann wird es als männlicher Fuß-Fetischist eine extreme Herausforderung, im „worst case“ unmöglich, ihr den eigenen Fetisch zu vermitteln und gemeinsam mit ihr auszuleben. Dazu kommt, was vermutlich bei jedem Fetisch je nach Intensität eine gewisse Gefahr darstellt: die Frau könnte sich reduziert fühlen auf ihre Füße und Schuhe. Ich halte dagegen mit einem italienischen Casanova: auch die schönste Frau ist an den Füßen zu Ende. Will heißen, es ist für mich ein wichtiger Faktor, aber natürlich nicht der einzige.

Trotz einer in vielen Bereichen spürbar offeneren Gesellschaft ist der Fuß-Fetisch weiterhin ein Fetisch, der nach meinem persönlichen Eindruck leider von vielen (Frauen wie auch Männern, die ihn nicht teilen) in eine perverse Schublade einsortiert wird. Vielleicht trägt Dein Blog-Beitrag dazu bei, daran allmählich etwas zu ändern, indem man mehr darüber weiß. Und jemand hat es mal – wie ich finde – ziemlich gut auf den Punkt gebracht: pervers ist etwas erst, wenn keiner mehr mitmacht!

 

Wie muss ich mir das vorstellen? Läufst du durch die Stadt und schaust dir Füße an? Oder lebst du das nur mit einer festen Partnerin aus?

Ja, ich versuche z.B. als kleine Challenge oft die Schuhgröße der Frau zu schätzen und evtl. auf der Innensohle bei Pantoletten die aufgedruckte Größe zu erkennen. Ich mag es sehr, wenn eine Frau ihre Schuhe schwingend in der Hand hält und barfuß läuft. Oder auch, wenn an Springbrunnen Frauen ihre Schuhe ausziehen, um sich abzukühlen, versuche ich einen Blick auf beides zu erhaschen.

Was mich erregt ist die Kombination des Gesehenen mit meinem Kopfkino. Nach einem heißen Sommertag komme ich oft regelrecht aufgegeilt nach Hause… Es ist wie Fuß-FKK: Als Mann mit Fuß-Fetisch fühlt man sich in den Sommermonaten, als ob man ununterbrochen am FKK-Strand wäre…

 

Vielen lieben Dank, Bar-Fuß-Tom, für die geduldigen Ausführungen auf meine Fragen! Das war sehr spannend für mich.

Das Foto stammt von Bar-Fuß-Tom.

Ich sehe darauf Spuren im Sand und fühle Wärme, höre das Rauschen der Wellen und denke an das Gefühl von Sand zwischen den Zehen. Tom und vermutlich auch andere mit Fuß-Fetisch sehen die Füße in den Pantoletten, hören das Klatschen der nackten Fußsohlen auf das Fußbett und spüren Erregung alleine bei der Vorstellung.

Ich finde, es gibt schöne und nicht so schöne Füße, und ich gebe zu, dass ich auch bei Männern schon einige Male gedacht habe, dass mir diese Füße gefallen. Wie die meines Mannes zum Beispiel … Aber sie gehören für mich zum Gesamtbild und sind nicht per se sexuell konnotiert.

Aufrufe: 84

Posted by lovefeet1973 in Reblogs von anderen Bloggern., 0 comments
Mein Masochismus, meine Welt, meine Welt, mein Lustschmerz. by @freric1973

Mein Masochismus, meine Welt, meine Welt, mein Lustschmerz. by @freric1973

Ja, ich mag Schmerzen. In bestimmten Situationen und zu nicht definierbaren Zeitpunkten. Wenn ich mir an der niedrigen Kellerdecke mal wieder den Kopf gestoßen habe, sodass ich Sternchen sehe… dann eher nicht, obwohl ich Sterne mag. Was ich sagen möchte ist: Schmerz ist nicht gleich Schmerz. In einer Session brauche ich ihn. Nicht nur, weil er mich sexuell erregt -das kommt noch dazu -, sondern weil ich mit stetig steigendem Schmerz einfach abschalten kann. Mich auf mich konzentrieren kann und den ganzen anderen Kram im Kopf beiseiteschieben darf und vor allem kann. Er erdet mich und lässt mich schwimmen, schweben und dahinfließen.
Natürlich habe ich Vorlieben bei den verschiedenen Arten von Schmerzen. Da schätze ich ungemein Schläge auf die Fußsohlen, gut definiert und sorgsam gezielt. Dabei lege ich immer die Bitte anbei mich vor einer Bastonade ordentlich zu fixieren, da auch ich ungeahnte Kräfte entwickeln kann und vielleicht mich oder Top verletzen könnte. Mal abgesehen von einer ordentlichen Abreibung, die ich erhalte, wenn ich zu sehr herumzappeln würde.
Mein Hintern kann eine Menge ab, mit der Hand für ein klassisches Spanking OTK oder mit einem Paddel. Klar gibt es bei der Auswahl der “Werkzeuge” wenig Grenzen. Es darf klatschen, ziehen, Spuren hinterlassen. Ich brauche das. Meine Waden, Ober- und Unterschenkel sehnen sich nach einer guten Durchblutung sozusagen. Auch Kratzen auf der Haut, beißen und kneifen ist ausdrücklich erwünscht. Wäscheklammern oder andere Klammern eignen sich nicht nur zum Wäsche aufhängen. Die können, an einer Schnur aufgefädelt,  überall auf dem Körper positioniert werden. Es dauert eine Weile bis ich sie alle spüre. Werden sie dann langsam nacheinander an der Schnur abgezogen ist es für mich wie ein Donnerschlag. Ein bittersüßer Schmerz, in welchem ich zergehen kann.

Nippelklemmen sind ein sehr schönes Mittel um mich zum Gehorsam zu zwingen. Denn auch das ist etwas, was ich sehr mag. Bezwungen werden, gezwungen werden durch Schmerz. Der gesprochene verwendete Imperativ wirkt da sehr unterstützend. Ja, es macht mich an und bringt mich auf Hochtouren. Ein fester Griff im Nacken, an den Handgelenken und Armen, Beinen und Knöchel, die mich in bestimmten Positionen halten gibt dem ganzen eine persönliche Note. Gerte, Peitschen und Flogger sind ein probates Mittel mich in eine Welt zu befördern, die -zumindest zeitweise- nur mir gehört. In der ich ICH sein kann, in welcher ich mich spüren kann. Eine Welt die mir gefällt.

Doch so hart, wie ich im Nehmen zu sein scheine, so sehr brauche ich auch das Aftercare. Jemand, der mich wieder abholt und auch mal eine Träne aus meinen Augen wischt. Denn, ja es sind Schmerzen und die tun weh. Gewollt zwar, jedoch schmerzhaft. Und hier dürfen auch Tränen fließen. Das ist ok für mich. Doch es muss auch jemand da sein, der mich wieder in die Realität bringt. Und mich, verletzlich wie ich bin, in den Arm nimmt und festhält.

Nun, dies ist mein kleiner Seelenausritt. Ich kenne die andere Seite auch. Doch davon ein anderes Mal.

In diesem Sinne

Gruß

Freric

Aufrufe: 83

Posted by lovefeet1973 in BDSM, 0 comments
Ich möchte hier eine Lanze brechen für Dom´s, Sub´s, Top´s und Bottom´s…. by@freric1973 #bdsm

Ich möchte hier eine Lanze brechen für Dom´s, Sub´s, Top´s und Bottom´s…. by@freric1973 #bdsm

 

… für diejenigen, die es verstanden haben wie man respektvoll mit Menschen in BDSM Beziehungen umgeht. Immer wieder höre und lese ich von Menschen, die durch vergangene BDSM-Beziehungen an diesem Thema verzweifeln und hadern, weil sie sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben und die Angst davor, erneut in eine solche zu gelangen, noch lange mit sich herumschleppen. Dies gilt in besonderer Weise für Subs. Was an sich schon schade genug ist. Sie wurden von Menschen nur für die eigene Befriedigung ihres Sadismustriebes missbraucht und es wurde keine Rücksicht mehr auf die Bedürfnisse und Wünsche des/der Sub mehr eingegangen. Für mich ist BDSM eine Lebenseinstellung in welcher ALLE Beteiligten ihre Sehnsüchte, Begehren und Wünsche äußern dürfen. (Ja natürlich gibt es Konstellationen, in denen das nicht möglich ist, da abgesprochen usw. Doch darum soll es heute nicht gehen. TPE ist nicht das Thema.) Missbrauch und Gewalt gibt es schon genug in den Häusern. Doch, wenn die BDSM-Gemeinschaft aus der Schmuddelecke heraus will und als Lebenseinstellung wahrgenommen werden möchte, ist es doch unabdingbar sich auf eines der höchsten Güter, dem Konsens, zu berufen. Wenn jemand als Sub nicht auf Kaviarspiele steht, zwingt man ihn eben nicht dazu. Auch nicht mit Psychospielchen á la: “Wenn Du das nicht machst, bist Du kein richtiger Sub!” Diese unter Druck setzen halte ich in einigen Fällen für untragbar und nicht zu vertreten. Weil Sub indirekt gezwungen wird, Top zufriedenzustellen und um vielleicht auch das zu erhalten, was sich sehnlichst gewünscht wird. Das ist Psychoterror und Missbrauch der psychischen Abhängigkeit, die dann entsteht, wenn Sub immer und immer wieder eingeredet wird sie/er wäre nicht gut genug. Grenzen sind da um eingehalten zu werden. Natürlich dürfen sie gedehnt werden, jedoch nur in Absprache und Konsens. Und ja, natürlich verschieben sich Grenzen im Laufe der Zeit. Jedoch nicht auf einseitigem Kommando. Zusammen heißt das Zauberwort. Miteinander reden. Und nicht nur fordern und fordern. Dies führt zwangsläufig zu einer Überforderung und tut keinem gut. In einigen Fällen wurde Sub fallengelassen, alleine gelassen, weil er/sie nicht “gut” genug war. Beschämend.

Und genau deswegen möchte ich eine Lanze brechen für alle Dom´s und Top´s und für alle Sub´s, Bottom´s und Sklaven/innen, die es verstehen miteinander zu kommunizieren, die es verstehen, dass Wünsche und Sehnsüchte erfüllt werden möchten. Es ist eine Lebenseinstellung und kein Wettstreit. Es geht nicht darum jemanden zu brechen, sondern darum gemeinsam BDSM zu leben. Ich glaube einige Top´s und Dom´s zu kennen, die verantwortungsvoll ihre Aufgabe meistern, jeden Tag. Mit Hingabe und Gefühl für den Menschen der hinter den Begriffen Sklave/in, Bottom oder Sub steht. Ich ziehe den Hut vor Menschen, die sich anderen Menschen oder Partnern hingeben, ihre Wünsche erfüllen und treu, ja ergeben im ehrlichsten Sinne sind. Es gibt so viele von Euch, die das sehr gut, mit Hingabe tun und dies mit Stolz und Freude. Lasst uns die Menschen unterstützen, die an einer BDSM Beziehung gescheitert sind und doch nicht aus ihrer Haut können, weil sie im Inneren fühlen, dass sie BDSM immer noch mögen und es vermissen.

Danke für Eure Aufmerksamkeit

Herzlichst

Freric

Aufrufe: 129

Posted by lovefeet1973 in BDSM, 0 comments
Unterhalten wir uns über Drogen. Und Alkoholsucht. by @freric1973

Unterhalten wir uns über Drogen. Und Alkoholsucht. by @freric1973

Keine Sorge, liebe Leserin und lieber Leser, es wird keine Predigt über den Konsum von Drogen. Ich als bekennender trockener Alkoholiker bin nicht vom Saulus zum Paulus geworden. Meine Alkoholsucht habe ich selber zu verantworten und ich renne jetzt trotzdem nicht in alle Kneipen und Bars um die Gäste dort zu bekehren oder zu belehren wie schädlich der Alkoholkonsum sein kann. In manchen meiner Tweets auf Twitter schreibe ich gerne drunter: Alkoholsucht ist eine Krankheit und keine Einbildung. Dies hat einen Hintergrund. Die Übergänge von Gebrauch, Missbrauch und Abhängigkeit von psychoaktiven Substanzen sind fließend. In meinem Fall war der jahrelange Missbrauch von alkoholischen Getränken ausschlaggebend dafür, dass ich irgendwann nicht mehr ohne auskam und ich mir die Welt klar saufen musste, sprich ich wurde zum Pegeltrinker. Uhrzeiten spielten keine Rolle mehr, ob morgens, mittags oder abends… ich brauchte meine 1,5 bis 2 Promille um den Tremor (Zittern der Hände) ruhig zu stellen. Und dies durchgehend. Während des Entzuges erhielt ich ein Neuroleptika (Distraneurin), welches mich beruhigte und die schlimmsten Nebenwirkungen des Entzuges abschwächte und das Gehirnhälftenschlackern verhinderte. Das bedeutet, dass ein kalter Entzug ohne Medikamentengabe, unter ärztlicher Aufsicht, tödlich enden kann. Man darf also gewarnt sein. Nichtsdestotrotz ist z. B. dies Distraneurin ein hervorragendes Mittel um einigermaßen heil dadurch zu kommen, hat aber einen entscheidenden Nachteil: Es macht süchtig. Jetzt mag die Leserin und der Leser denken. Na toll, von der Alkoholsucht in die Tablettenabhängigkeit… Und der Unterschied ist jetzt…. was? Nun das Medikament wird schleunigst wieder abgesetzt und man lässt es ausschleichen. Es wird lediglich für die Dauer des Entzuges gegeben. Deswegen beinhaltet der Entzug eben die ärztliche Aufsicht. Stationär. Damit sind wir schon beim nächsten Thema: Medikamentensucht. In der Langzeittherapie war ich erstaunt wie viele Menschen es gibt, die auf ganz spezielle Medikamente abfahren. Die meisten davon waren Apotheker-/innen und Menschen aus den Pflegeberufen. Ich konnte es kaum glauben, doch aus vielen Gesprächen mit den Mitpatienten erschien es mir logisch. Die Apotheker kommen leichter an bestimmte Medikamente ran, da ist die Hemmschwelle diese auch einzunehmen geringer. Die Gründe warum sie dies taten, waren vielfältig. Stress, Druck, Einsamkeit etc. Die Patienten aus der Pflege gaben Personalmangel, Stress, Überstunden, Druck von oben an und bedienten sich am leicht zu erreichenden Giftschrank. Es gibt Medikamente welche ordentlich high machen und/oder die bestimmte Situationen leichter schultern lassen. Aufputschende Wirkungen sind da ausdrücklich erwünscht. Bei Missbrauch gilt hier ebenso wie beim Alkoholmissbrauch: Die Sucht/Abhängigkeit ist hier nicht fern. Wer hier schon mal eine Entziehung durchgemacht hat, weiß auch, dass dieser Entzug länger dauert. Noch Monate nachdem die Einnahme gestoppt wurde, bekommen die Patienten das Zittern immer noch nicht weg. Dazu kommt der psychische Aspekt. Die psychische Abhängigkeit ist wie bei allen anderen Substanzen grob gesehen dieselbe: Angst vor der Zukunft, Angst vor bestimmten Situationen. Da müssen Wege gefunden werden, wie solche Situationen und Ängsten anders begegnet werden als mit wiederholter Einnahme altbewährter Medikamente. Dazu bedarf es einer langen Therapie mit praktischen Lösungsansätzen.

Tja und dann hatten wir noch die Konsumenten von sogenannten illegalen Drogen. Ich möchte hier nicht darüber schwadronieren, warum diese verboten sind. Heroin, Crack, Speed usw. sind Substanzen, die ein Glücksgefühl hervorrufen. Überraschenderweise fast sofort nach dem Konsum. Der Kick sozusagen. Und jetzt kommt’s: Dasselbe Glücksgefühl kennt jeder. Es werden Botenstoffe in den Körper abgegeben, welche uns glücklich machen, wenn wir uns freuen, zufrieden sind, etwas geschafft zu haben oder einfach nur guten Sex gehabt hatten. Mit der Einnahme von psychoaktiven Substanzen wird einfach ein Schritt überbrückt. Nämlich der Weg dahin, dem Körper zu sagen: Du bist glücklich. Diese Substanzen haben einen erheblichen Nachteil. Sie machen süchtig und verstärken das Verlangen nach mehr. Mal abgesehen von den laufenden Kosten zur Beschaffung, dürfte es bekannt sein, dass die Aufforderung zum Tanz einen Preis hat. Und die heißt oftmals: Tod. Wenn der Absprung verpasst wurde, muss der Preis dafür gezahlt werden. Ich persönlich bin dafür, dass diese weiterhin verboten bleiben. Einziges Streitthema, welches immer wieder hervorkommt, ist das Thema Cannabis. Ob es legalisiert werden sollte oder nicht. Da bin ich zwiegespalten. Einerseits ja, denn es hilft vielen Schmerzpatienten und Menschen mit bestimmten psychischen Erkrankungen. Hier denke, ich muss ein Umdenken erfolgen, damit diese Menschen legal an Hilfe kommen. Doch auch hier sollte mitbedacht werden, dass eben auch Cannabis eine Einstiegsdroge sein KANN. Der Umstieg auf andere, anders und schneller wirkende Substanzen  ist nicht auszuschließen. Und da liegt eben die Gefahr.

Zu guter Letzt noch ein Gedanke über das Verbot von Alkohol generell. Wird es nicht geben. Nicht heute, morgen oder im nächsten Jahrhundert. Obwohl es mehr Alkoholtote gibt als Menschen, die sich illegale Drogen eingepfiffen haben und daran verstorben sind. (2020:  1581 Tote. Quelle: https://www.drogenbeauftragte.de/presse/detail/zahl-der-an-illegalen-drogen-verstorbenen-menschen-waehrend-der-coronapandemie-um-13-prozent-gestiegen/ )

Alkoholtote 2020: Schätzungsweise 74000 Quelle:https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/a/alkohol.html

Das sind erschreckende Zahlen, denn jeder verstorbene Mensch ist in meinen Augen einer zu viel. Und genau deswegen schreibe ich unter meinen Alkitweets:

Alkoholsucht ist eine Krankheit und keine Einbildung.

Herzlichst

Freric

Aufrufe: 57

Posted by lovefeet1973 in Alkohol, 0 comments

A true Story… by @Freric1973

Ich möchte Euch eine wahre Geschichte erzählen. Eine Geschichte, die Höhen und Tiefen hat. Einen Anfang und (noch) kein Ende.

Es begann, nachdem ich in Südniedersachsen meine Zelte aufschlug und ich mich in einem guten Restaurant als Servicekraft verdingte. Dort hatte ich ein kleines Zimmer angemietet und war dort als Kellner, Gärtner, Holzhacker, Hausmeister und was weiß ich noch alles, angestellt. An meinen freien Tagen ging ich meistens in die Stadt, um dort Leute zu treffen und meine Stammkneipe zu besuchen. Ich hatte mein Alkoholproblem schon, allerdings noch nicht so ausgeprägt wie zum Schluss. Dort traf ich einige nette Leute und natürlich auch sehr unangenehme Zeitgenossen. Da ich ein sehr ruhiger Mensch bin und war, verstand ich mich mit den meisten gut, die anderen mied ich oder wurde gemieden. In einer solchen Urkneipe sind Menschen aus den verschiedensten Berufsfeldern zu finden. Pfleger, Maurer, Kellner, Arbeitssuchende, Gärtner, Ärzte, Elektriker, Fliesenleger, Anwälte und so weiter. Man kennt sich, man trinkt etwas zusammen und manchmal kommt ein Geschäft dabei heraus. Eine Dame kam vielleicht ein oder zweimal in der Woche um Hallo zu sagen und die Sparfächer der Stammkunden zu leeren und zu prüfen. Sie hätte vom Alter her meine Mutter sein können. Sie stellte sich mit “Ich bin das Irmchen.” vor und dieser Name war fortan in meinem Stammhirn eingemeißelt. Wir verstanden uns prächtig und freuten uns immer, wenn wir uns sahen. Natürlich kamen wir ins Gespräch und sie erzählte einiges aus ihrem Leben. Sie lebte mit jemandem zusammen, war Krankenschwester im örtlichen Krankenhaus und hatte einen Sohn aus einer anderen  Ehe. Dieser Sohn war schon groß und war schon lange ausgezogen. Auch ich erzählte aus meinem Leben, von meinen Seefahrten, meinen Studienzeiten, von meiner Familie. Ich war solo, aber nicht wirklich auf der Suche. Eines Tages kam sie wieder in die Kneipe, schlug die Glocke an der Theke, gab eine Runde und fragte, wer ihr bei ihrem Umzug von ihrem Lebensgefährten weg, in ein schöne eigene Wohnung helfen könnte. Es meldeten sich spontan 10 Leute. Das war toll anzusehen, jeder konnte etwas. Malern, Elektrik, tapezieren oder einfach nur Möbel schleppen. Auch ich meldete mich. Und so halfen wir alle Mann 2 Tage und Irmchen hatte eine hübsche Wohnung. Alleine. Zum Luft holen. Irmchen und ich sind im Laufe der Zeit richtig gute Kumpel geworden.
Nach einigen Jahren wurde es Zeit für mich die Stelle zu wechseln und ich blieb in derselben Stadt in einem anderen Betrieb. Ich suchte mir eine Wohnung, ging arbeiten und hatte durch diese neue Arbeit ein etwas geregelteres Leben was die Überstunden anging. Pech hatte ich mit dem Vermieter, der öfter in meiner Wohnung war als ich – in meiner Abwesenheit. Fristlos kündigte ich die Wohnung, drohte mit Anzeige und verließ diese. Nur wohin? So schnell ging es ja meistens nicht, wenn eine neue Wohnung gesucht wurde.  Ich war ziemlich ratlos und erzählte Irmchen davon.  Sie lud mich ein auf ihrer Couch zu schlafen, bis ich eine neue Bleibe fand. Dankend nahm ich an. Und es dauerte und dauerte. Wir verstanden uns prima, wir redeten viel über uns und die Welt, manchmal flossen Tränen. Wir trösteten uns gegenseitig. Halfen uns gegenseitig. Feierten und lachte zusammen. Irgendwann meinte sie, ich könnte eigentlich in das kleine Gästezimmer einziehen, welches sie dann auch gleich mit anmietete. Ich bezahlte einen minimalen Obolus und beteiligte mich an den Kosten für das Essen. Es war und ist auch noch heute eine wunderbare Freundschaft, ja mehr wie eine Freundschaft geworden. Mein Alkoholkonsum stieg trotzdem stetig, ein Vertragsangebot auf einem Schiff zu arbeiten konnte ich nicht annehmen, da mein Tremor in den Händen zu stark war. Ich war nicht diensttauglich. Irmchen machte mir deswegen nie Vorwürfe oder hielt mir Predigten. Natürlich stritten wir auch mal, aber das war nie von langer Dauer. Aus den paar Tagen, an denen ich bei ihr wohnte, wurden Wochen, Monate und Jahre. Wir wuchsen aneinander und für mich, wie für sie war es eine Mischung zwischen Freundschaft und Mutter/Sohn Beziehung. Ich hielt mich derweil finanziell mit Gelegenheitsjobs über Wasser und dies funktionierte ganz gut, bis ich sturzbetrunken mit dem Fahrrad stürzte und ich ins Krankenhaus musste, wo ich mich nach einer chirurgischen OP einer Entgiftung unterzog. Es standen nicht viele Menschen an meiner Seite. Irmchen schon. Sie hielt mir den Rücken frei, regelte vieles in meiner Abwesenheit für mich, sie war da und half mir, wo sie konnte. Als zitterndes Häufchen Elend, das ich war, konnte ich ohnehin nicht klar denken. Entzug ist kein Kinderspiel und nicht mal eben so zwischen Suppe und Kartoffeln erledigt. Auch in meiner Zeit in der mehrmonatigen Entwöhnungstherapie war sie für mich da, unterstütze mich, half, wo sie konnte. Ihr Sohn kam häufiger zu Besuch, es entstand eine Freundschaft zwischen ihm und mir. Wir hatten gemeinsame Interessen und somit immer Gesprächsstoff. Irmchen lernte einen neuen Mann kennen und heiratete ihn. Wir kannten uns schon von früher und er akzeptierte meine Anwesenheit im Haus und so lebten wir zu dritt einige Zeit zusammen. Ich musste zweieinhalb Jahre eine Umschulung machen, wohnte derweil in einem Internat und kam jede zweite Woche nach Hause. Vor der Umschulung lernte ich übrigens meine heutige Frau kennen. Auf einem Dorffest, auf dem ich half Kuchen an die Leute zu bringen, hatte sie mich auserkoren. Unsere Hochzeit feierten wir mit vielen Menschen, die uns wichtig waren. Auch mein Irmchen und ihr Mann. Und irgendwann bin ich zu meiner Frau aufs Dorf gezogen. Dieses Dorf ist nur einige Kilometer von Irmchen entfernt, wir sehen uns häufig, manchmal bringen wir unsere Tochter mit. Dann freut sich jemand ganz besonders.

Gestern hatte ihr Sohn einen dreifachen Herzinfarkt, liegt an der Dialyse und es sieht nicht gut aus. Es wird in diesen Minuten Zeit Abschied zu nehmen. Ich sitze in meinem Büro und kann nicht zugegen sein, fahre nach dem Dienst aber sofort zu ihr. Ich will für sie da sein. In diesen schweren Stunden. In denen keine Worte trösten können. Ich möchte nur da sein.

 

Aufrufe: 94

Posted by lovefeet1973 in Auf ein Wort, 0 comments